Finanzierung der Zusatzrente

Die Leistungen der Zusatzrente werden durch Zusatzbeiträge und Umlagen finanziert.

Für eine möglichst generationengerechte Aufteilung der Versorgungslasten und zur Vermeidung von Finanzierungsrisiken hat die ZVK bereits im Jahr 2002 den Einstieg in die Kapitaldeckung beschlossen. Auf der Grundlage dieser Entscheidung wird seit dem 01.01.2003 ein Zusatzbeitrag erhoben.
 
Die Finanzierung im Jahr 2018 setzt sich wie folgt zusammen:

Allgemeiner Bereich

Arbeitgeber

Arbeitnehmer

Gesamt

Umlage

Zusatzbeitrag

Umlage

Zusatzbeitrag

 

1,2 %

2,2 %

---

2,2 %

5,6 %

Sparkassenbereich

Arbeitgeber

Arbeitnehmer

Gesamt

Umlage

Zusatzbeitrag

Umlage

Zusatzbeitrag

 

1,2 %

2,3 %

---

2,3 %

5,8 %

Im Anwendungsbereich des ATV-K-Ärzte/VKA beträgt die Arbeitnehmerbeteiligung im Jahr 2018 4,2 %. Die Arbeitgeber haben eine Umlage in Höhe von 1,2 % und einen Anteil am Zusatzbeitrag von 0,2 % zu entrichten.

Nicht tarifgebundene Arbeitgeber können eine abweichende Arbeitnehmerbeteiligung vereinbaren.

Näheres zur steuerlichen Behandlung von Umlagen und Zusatzbeiträgen erfahren Sie hier.

Der vom Arbeitgeber zu tragende Teil an den Zusatzbeiträgen ist grundsätzlich im Rahmen des § 3 Nr. 63 Einkommensteuergesetz (EStG) bis 8 % der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei. Darüber hinaus sind die Beträge bis 4 % der BBG in der gesetzlichen Rentenversicherung auch sozialabgabenfrei. Der aus den steuerfreien Beiträgen finanzierte Rentenbestandteil ist jedoch durch den Versicherten im Rentenfall voll zu versteuern.

Die Arbeitnehmerbeteiligung wird bei der ZVK des KVS seit dem 01.01.2007 dem Zusatzbeitrag zugeordnet. Sie wird nach § 3 Nr. 63 EStG grundsätzlich ebenfalls aus dem steuerfreien Entgelt erbracht. Auf Wunsch des Arbeitnehmers kann die Arbeitnehmerbeteiligung aber auch aus dem individuell versteuerten Entgelt abgeführt werden. Bei dieser Variante kann die staatliche Riester-Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen und Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden.

Der Anteil aus der Arbeitnehmerbeteiligung, der steuerfrei erbracht bzw. durch Zulagen und/oder Sonderausgabenabzug nachträglich steuerfrei gestellt wurde, ist im Rentenfall ebenfalls voll nachgelagert zu versteuern.

Die vom Arbeitgeber zu finanzierenden Umlagen werden nach § 3 Nr. 56 EStG seit dem 01.01.2014 in Höhe von 2 % der BBG in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei gestellt. Dieser Satz erhöht sich schrittweise bis zum Jahr 2025 auf 4 % der BBG. Auf den Steuerfreibetrag, der für die Umlage zur Verfügung steht, sind jedoch steuerfreie Beiträge nach § 3 Nr. 63 EStG anzurechnen. Des Weiteren unterliegen die steuerfreien bzw. pauschal versteuerten Umlagen in bestimmtem Umfang der Beitragspflicht in der Sozialversicherung.

Rentenanteile, die auf zusatzversorgungspflichtigem Entgelt beruhen, für das eine steuerfreie Umlage erbracht wurde, unterliegen der vollen Besteuerung. Rentenanteile, die auf zusatzversorgungspflichtigem Entgelt beruhen, für welches eine pauschal bzw. individuell versteuerte Umlage erbracht wurde, werden hingegen im Ertragsanteil besteuert.

Die aktuellen Berechnungswerte  sind nur für ZVK-Mitglieder zugänglich. Bitte geben Sie hierfür in der Seitenleiste rechts Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein.

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