Riester-Förderung

1.
Was bedeutet "Riester-Förderung"?

Im Rahmen der ZusatzrentePlus mit Riester-Förderung belohnt der Staat die Eigeninitiative zum Aufbau einer ergänzenden Versorgung mit Zulagen und ggf. einer Steuerersparnis im Rahmen der Einkommensteuerrückzahlung. Die spätere Betriebsrente wird dadurch zusätzlich erhöht.

2.
Wer kann die Riester-Förderung nutzen?

Die Riester-Förderung erhält, wer unbeschränkt einkommensteuerpflichtig und in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert ist (sog. persönliche Voraussetzungen). Zu den Pflichtversicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung gehören insbesondere folgende Personen:

  • Beschäftigte in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis bei einem öffentlichen oder privaten Arbeitgeber
  • geringfügig beschäftigte Personen, die den pauschalen Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung auf den vollen Beitragssatz aufstocken
  • Bezieher/innen von Entgeltersatzleistungen (z. B. Kranken-, Arbeitslosengeld)
  • Kindererziehende für die ersten 36 Kalendermonate nach dem Monat der Geburt (sog. Kindererziehungszeiten; diese sollten zeitnah nach Ablauf der 36 Kalendermonate beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt werden)
  • freiwillig Wehrdienstleistende, Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst
  • Auszubildende
3.
Wie hoch sind die Altersvorsorgezulagen?

Die jährliche Zulagenförderung besteht aus einer Grundzulage sowie einer Kinderzulage für jedes Kind, für welches im Kalenderjahr mindestens für einen Monat Kindergeld gezahlt wurde:

Grundzulage

175,00 €

Kinderzulage (bis 2007 geboren)

185,00 €

Kinderzulage (ab 2008 geboren)

300,00 €

Berufseinsteigerbonus (einmalig)

200,00 €

4.
Gibt es einen Mindestbetrag?

Die Zulage wird nur in voller Höhe gezahlt, wenn ein Mindesteigenbeitrag in Höhe von 4 % des sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommens (max. 2.100,00 €) zugunsten von maximal zwei begünstigten Verträgen (z. B. ZVK - Zusatzrente und ZusatzrentePlus) erbracht wurde.

Hiervon ist der jeweilige Zulageanspruch abzuziehen. Ein Sockelbeitrag von 60,00 € ist aber in jedem Fall einzuzahlen.

5.
Gibt es einen Höchstbetrag?

Seit dem Jahr 2008 werden maximal 2.100,00 € als förderfähiger Beitrag zur Riester-Rente anerkannt. Die Zulagen sind in diesem Betrag bereits enthalten. Der persönliche Höchstbetrag zur Riester-Rente lässt sich wie folgt berechnen: 2.100,00 € abzüglich der Summe der zustehenden Zulagen ergibt den persönlichen Höchstbetrag, der pro Jahr maximal in die Riester-Rente eingezahlt werden kann. Bei höheren Einzahlungen wird der Mehrbetrag steuerlich nicht gefördert.

6.
Werden die Altersvorsorgezulagen auch anteilig gewährt?

Ja, wird in den Vertrag weniger als der Mindesteigenbeitrag gezahlt, wird die Zulage anteilig gewährt.

7.
Welches Entgelt wird für die Zulagenberechnung zugrunde gelegt?

Wer im Vorjahr bei einem Arbeitgeber sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, erhält von diesem einen Meldenachweis zur Sozialversicherung. Darin ist das sozialversicherungspflichtige Vorjahreseinkommen enthalten. In der Entgeltabrechnung für den Monat Dezember ist diese Angabe in der Regel ebenfalls zu finden.

8.
Wie werden die Altersvorsorgezulagen beantragt?

Die Zulagen müssen jährlich bei der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) beantragt werden. Dazu erhalten alle Versicherten nach Ende des ersten Beitragsjahres von der ZVK einen Antrag auf Altersvorsorgezulage. In den Antragsunterlagen gibt es die Möglichkeit, eine Dauervollmacht zu erteilen. In diesem Fall erledigen wir – wenn gewünscht – künftig die Zulagenbeantragung.

9.
Was ist bei Altersteilzeit zu beachten?

Für Beschäftigte in Altersteilzeit ersetzt das tatsächlich erzielte Bruttoarbeitsentgelt ohne Aufstockungsbeträge das sozialversicherungspflichtige Entgelt, welches bei der  gesetzlichen Rentenversicherung zugrunde gelegt wird und im Regelfall für die Berechnung des Mindesteigenbeitrags herangezogen wird.

Damit auch in der Altersteilzeit die Zulagen in korrekter Höhe ermittelt werden, ist es notwendig, der ZVK das tatsächlich erzielte Bruttoarbeitsentgelt ohne die Aufstockungsleistungen des Arbeitgebers mitzuteilen. Dies kann über den Antrag auf Altersvorsorgezulage geschehen, den wir jährlich versenden. Ist bereits eine Dauervollmacht für die Zulagenbeantragung erteilt, empfehlen wir, diese wieder zu stornieren. Nach Stornierung der Dauervollmacht werden dann wieder jährlich die Anträge auf Altersvorsorgezulage versandt, bei denen das tatsächliche Vorjahresentgelt einzutragen und unter Punkt G ein Kreuz zu setzen ist, damit die Zulagen nicht wieder im Rahmen einer Dauervollmacht beantragt werden.

10.
Was ist der Sonderausgabenabzug?

Neben der Zulagebeantragung können die förderfähigen Beiträge als Sonderausgaben beim Finanzamt nach § 10a EStG geltend gemacht werden. Das Finanzamt berücksichtigt diese sowie den zustehenden Zulageanspruch bis zu einer Maximalhöhe von 2.100,00 €. Damit wird der Teil des Einkommens, der für eine geförderte zusätzliche Altersvorsorge aufgewendet wird, steuerfrei gestellt.

Der Sonderausgabenabzug wird nur gewährt, wenn die daraus resultierende Steuerersparnis höher ist als der Zulageanspruch ("Günstigerprüfung"). Vom Finanzamt wird auch nur die über die Zulagen hinausgehende Steuerersparnis gutgeschrieben.

11.
Wie kann der Sonderausgabenabzug geltend gemacht werden?

Damit der Sonderausgabenabzug im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden kann, melden wir als Anbieter die jeweils eingezahlten förderfähigen Beiträge elektronisch über die Zentrale Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) an die entsprechenden Finanzämter.

Bei der Einkommensteuererklärung ist dann lediglich noch die Anlage „AV“ beim Finanzamt einzureichen. Die elektronisch gemeldeten Daten finden automatisch beim Abzug der Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben Berücksichtigung.

12.
Kann der Sonderausgabenabzug auch geltend gemacht werden, wenn keine Zulagen beantragt werden?

Bei der Günstigerprüfung (siehe Frage 11) überprüft das Finanzamt automatisch, ob die Steuerersparnis höher ist als die mögliche Zulagenförderung. Die möglichen Zulagen werden immer von der Steuerersparnis abgezogen, unabhängig davon, ob diese tatsächlich beantragt worden sind.

Grundsätzlich kann also der Sonderausgabenabzug auch ohne Zulagenbeantragung  geltend gemacht werden. Für eine optimale Förderung empfiehlt es sich aber  beides zu tun.

13.
Warum benötigt die ZVK keine Zertifizierungsnummer?

Die ZVK ist ein Anbieter der betrieblichen Altersversorgung. Die Regelungen im Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) betreffen nur Produkte, die der privaten Altersvorsorge zuzurechnen sind. Da für die betriebliche Altersversorgung bereits spezielle gesetzliche Vorschriften gelten, die einen Qualitätsmindeststandard vorschreiben, wurde vom Gesetzgeber darauf verzichtet, eine Zertifizierung von Anbietern betrieblicher Altersvorsorge zu verlangen.

14.
Wie lautet die Anbieternummer der ZVK?

Die Anbieternummer der ZVK lautet: 0207000050.

Diese ist auch auf der ersten Seite der Bescheinigung nach § 92 EStG zu finden, die jährlich von uns versandt wird.

15.
Wie erhält man Kenntnis, ob und in welcher Höhe Zulagen gewährt wurden?

Nach Ende des Beitragsjahres erhält jede/jeder Versicherte von uns automatisch eine Bescheinigung nach § 92 EStG (für die persönlichen Unterlagen). Diese enthält neben den im abgelaufenen Kalenderjahr gezahlten förderfähigen Beiträgen auch die bis zum 31.12. des abgelaufenen Kalenderjahres gutgeschriebenen Zulagen.

Außerdem wird von uns einmal jährlich ein Versicherungsnachweis, das sog. „Versorgungskonto“ versandt. Aus diesem Nachweis kann neben den eingezahlten Beiträgen und gutgeschriebenen Zulagen auch die Höhe der bisher erworbenen Anwartschaft auf Betriebsrente entnommen werden.

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