Riester-Förderung

Die Arbeitnehmerbeteiligung an der Zusatzrente wird grundsätzlich aus dem steuerfreien Entgelt erbracht. Auf Wunsch des Arbeitnehmers kann die Arbeitnehmerbeteiligung aber auch aus dem individuell versteuerten Entgelt abgeführt werden (förderfähige Arbeitnehmerbeteiligung). Dabei verringert sich das Netto-Entgelt, im Gegenzug kann die staatliche Riester-Förderung in Form von Altersvorsorgezulagen und Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen werden. Förderberechtigt sind grundsätzlich alle Personen, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind.

Die Förderung durch Zulagen beinhaltet eine Grundzulage und eine Kinderzulage für jedes Kind, für das im Kalenderjahr Kindergeld gezahlt wurde. Versicherte, die zu Beginn des Kalenderjahres noch nicht das 25. Lebensjahr vollendet haben, erhalten zusätzlich eine einmalige Zulage von 200,00 € (sog. Berufseinsteigerbonus).

Zulagen auf einen Blick:

Grundzulage

175,00 € (154,00 € bis 2017)

Kinderzulage (bis 2007 geboren)

185,00 €

Kinderzulage (ab 2008 geboren)

300,00 €

Berufseinsteigerbonus (einmalig)

200,00 €

Der Staat leistet diese Zulagen allerdings nur dann in voller Höhe, wenn jährlich ein Mindesteigenbeitrag von 4 % (zugunsten von maximal zwei begünstigten Verträgen) eingezahlt wird. Maßgebend ist dabei jeweils das sozialversicherungspflichtige Entgelt (Einkommen) des vorangegangenen Jahres abzüglich des im laufenden Jahr tatsächlich zustehenden Zulagenanspruchs. Ein Sockelbeitrag von 60,00 € ist aber in jedem Fall einzuzahlen.

Wird in den Vertrag weniger als der Mindesteigenbeitrag gezahlt, gewährt der Staat die Zulagen nur anteilig. Hier können Sie ermitteln, welcher Eigenbeitrag in Ihrem individuellen Fall notwendig ist, um die volle Zulage zu erhalten.

Reicht die förderfähige Arbeitnehmerbeteiligung nicht aus um damit die vollen Zulagen zu erhalten, kann die zum Mindesteigenbeitrag noch fehlende Differenz in eine ZusatzrentePlus eingezahlt werden. Gern erstellen wir Ihnen eine unverbindliche und kostenlose Modellberechnung zur ZusatzrentePlus. Fordern Sie gleich hier Ihre Modellberechnung an.

Das Finanzamt berücksichtigt darüber hinaus die förderfähige Arbeitnehmerbeteiligung im Rahmen des Sonderausgabenabzugs nach § 10a EStG bei der Einkommensteuererklärung bis zu einer Maximalhöhe von 2.100,00 €. Damit wird der Teil des Einkommens, der für eine geförderte zusätzliche Altersvorsorge aufgewendet wird, steuerfrei gestellt. Der Sonderausgabenabzug wird nur gewährt, wenn die daraus resultierende Steuerersparnis höher ist als der vorrangige Zulagenanspruch ("Günstigerprüfung"). Alle notwendigen Informationen und die Antragsunterlagen senden wir unseren Versicherten jährlich zu.

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