ZusatzrentePlus

1.
Wer kann eine ZusatzrentePlus abschließen?

Alle Beschäftigten eines Arbeitgebers, der Mitglied unserer Kasse ist, können eine ZusatzrentePlus bei der ZVK abschließen. Zudem kann auch der Arbeitgeber seine Beschäftigten in der ZusatzrentePlus versichern. Bei der ZusatzrentePlus handelt es sich – ebenso wie bei der Zusatzrente – um eine betriebliche Altersversorgung.

2.
Wie kommt die Versicherung zustande?

Zum Abschluss einer ZusatzrentePlus ist ein Antrag über den Arbeitgeber bei der ZVK zu stellen. Mit dem Zugang des Versicherungsscheins kommt die Versicherung zustande.

3.
Welche staatlichen Förderungen gibt es?

Mit der ZusatzrentePlus hat die ZVK ein Produkt entwickelt, das sowohl für die  Entgeltumwandlung als auch für die Riester-Förderung optimal geeignet ist.

Bei der Entgeltumwandlung vereinbart die/der Beschäftigte mit ihrem/seinem Arbeitgeber die Umwandlung eines Teils seines Entgelts zu Gunsten einer betrieblichen Altersversorgung. Die Beiträge sind im Rahmen des § 3 Nr. 63 EStG grundsätzlich steuer- und auch sozialversicherungsfrei.

Bei der Riester-Förderung werden vom Staat Zulagen für die gezahlten Eigenbeiträge sowie ggf. eine zusätzliche Steuerersparnis im Rahmen des Sonderausgabenabzugs gewährt.

4.
Welcher Förderweg ist der günstigste?

Eine pauschale Aussage zum besten Förderweg können wir nicht treffen. Für die konkrete Entscheidung sind ganz unterschiedliche Kriterien maßgeblich, die sehr stark von der individuellen familiären und wirtschaftlichen Situation abhängen.

Tendenziell eignet sich die Riester-Förderung eher für Familien oder Alleinstehende mit Kindern und geringem oder durchschnittlichem Einkommen. Die Entgeltumwandlung mit der Befreiung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen ist für Alleinstehende und Paare ohne Kinder und höherem Einkommen meist attraktiver. Eine Empfehlung kann die ZVK nicht aussprechen. Zur Unterstützung der Entscheidung können entsprechende Beispielberechnungen von der ZVK eingeholt werden. Diese ersetzen jedoch keine eingehende Erörterung der zu Grunde liegenden steuerrechtlichen Fragen mit einem Steuersachverständigen oder dem Finanzamt.

5.
Warum lohnt sich die ZusatzrentePlus bei der ZVK?

Die ZusatzrentePlus der ZVK bietet folgende Vorteile:

  • Geringe Kosten
    Die ZVK verzichtet auf ein umfangreiches Vertriebsnetz und zahlt an ihre Mitarbeiter keine Provisionen. Sie schüttet auch keine Gewinne an Anteilseigner/Aktionäre aus. Dies sichert geringe Verwaltungskosten und kommt unseren Versicherten zugute.
  • Hohe garantierte Rentenleistung
    Die ZusatzrentePlus bietet eine überdurchschnittlich hohe garantierte Rentenleistung im Vergleich zu anderen Anbietern.
  • Sicherheit
    Anders als bei privaten Versicherern ist bei der ZVK die Insolvenzfähigkeit ausgeschlossen, da ihr Rechtsträger – der KVS – eine Körperschaft des öffentlichen Rechts ist.
  • Flexibilität
    Die ZusatzrentePlus passt sich Ihrem Leben an: Sie können Ihre Beiträge ohne zusätzliche Kosten jederzeit erhöhen, verringern oder aussetzen.
  • Lebenslange Altersrente
    Die Rente ist nicht – wie oftmals üblich – auf eine bestimmte Rentengarantiezeit beschränkt, sondern wird lebenslang gezahlt. Auf Wunsch kann sie jedoch auch als einmalige Kapitalauszahlung zum Rentenbeginn in Anspruch genommen werden. Auch eine Teilkapitalauszahlung ist möglich.
  • Versorgung aus einer Hand
    Zusatzrente und ZusatzrentePlus erhalten Sie von ein und derselben Versorgungseinrichtung – Ihrer ZVK.
  • Keine Gesundheitsprüfung / Kein Risikozuschlag
    Im Gegensatz zu vielen privaten Versicherern treffen wir vor Vertragsabschluss keine Risikoauslese.
6.
Wie ermittelt sich die Leistung aus der ZusatzrentePlus?

 

 

In der ZusatzrentePlus erhält die/der Versicherte – wie auch in der Zusatzrente – auf seinem Versorgungskonto sogenannte „Versorgungspunkte“ gutgeschrieben.

Für die Ermittlung der Versorgungspunkte gilt folgende Formel:

Beiträge im Kalenderjahr


1.200,00 €


x


Altersfaktor

(siehe Tabelle)

=

Versorgungspunkte

Der Gesamtbeitrag, der in einem Jahr in die ZusatzrentePlus entrichtet wurde, wird zu einem sogenannten Regelbeitrag von 1.200,00 € ins Verhältnis gesetzt und anschließend mit dem für das jeweilige Lebensalter der/des Versicherten zustehenden Altersfaktor multipliziert. Der Altersfaktor ergibt sich wiederum aus einer Altersfaktorentabelle.

* Für Vertragsabschlüsse ab 01.12.2012 gelten ausschließlich die geschlechtsneutralen Faktoren.

Für die Ermittlung der Rentenleistung werden die Versorgungspunkte mit einem festgelegten Messbetrag von 4,00 € multipliziert.

Beispiel

  • 30-jähriger Angestellter (männlich)
  • jährlicher Beitrag 1.800,00 €

1.800,00 € : 1.200,00 € x 1,09 (Altersfaktor aus Tabelle) = 1,50 Versorgungspunkte

Da ein Versorgungspunkt einen Wert von 4,00 € hat, ergibt sich aus dem Beitrag für dieses Jahr eine spätere monatliche Rente von 6,00 €.

Die gesamte Rente ergibt sich, indem die Einzelbeträge für jedes Jahr zusammengerechnet werden.

7.
Welchen Versicherungsschutz umfasst die ZusatzrentePlus?

Neben der Altersrente enthält die ZusatzrentePlus eine Erwerbsminderungs- und  Hinterbliebenenrente.

Bei Eintritt des Versicherungsfalls der Erwerbsminderung kann die/der Versicherte entscheiden, ob sie/er eine Rente in Anspruch nehmen möchte oder das gebildete Kapital zur Erhöhung ihrer/seiner Altersrente verwendet.

Zu Beginn einer Rente wegen Erwerbsminderung oder einer Altersrente kann der Versicherte zusätzlich wählen, ob die Hinterbliebenenversorgung weiter mit abgesichert wird. Wird die Hinterbliebenenversorgung ausgeschlossen, erhöht sich die Rente entsprechend.

8.
Wer erhält im Todesfall Leistungen?

Sofern der Versicherte die Hinterbliebenenversorgung nicht ausgeschlossen hat, erhalten die Hinterbliebenen im Falles des Todes des Versicherten eine Hinterbliebenenrente. Hinterbliebene sind dabei die Witwe/der Witwer, die/der Lebensgefährtin/-gefährte, die/der eingetragene Lebenspartnerin/-partner sowie die Halbwaisen und Waisen, wenn es sich hierbei um leibliche oder angenommene Kinder handelt.

Die Höhe der Betriebsrente für die Witwe/den Witwer, die/den Lebensgefährtin/-gefährten, die/den eingetragene/n Lebenspartnerin/-partner beträgt 60 v. H.  der zum Todeszeitpunkt bezogenen Rentenleistung oder der Anwartschaft auf Altersrente, soweit noch keine Rente bezogen wurde. Voraussetzung für eine Zahlung an die/den Lebensgefährtin/-gefährten ist, dass uns die berechtigte Person namentlich genannt und eine gemeinsame Haushaltsführung nachgewiesen wurde.

Ist der Partner mehr als 5 Jahre jünger als die versicherte Person, wird die Hinterbliebenenrente um 2,5 % für jedes weitere Lebensjahr bis maximal auf 20 %  vermindert.

Ist der Partner mehr als 5 Jahre älter als die versicherte Person, wird die Hinterbliebenenrente um 2,5 % für jedes weitere Lebensjahr bis maximal 100 %  erhöht.

Waisen erhalten 20 % Vollwaisenrente oder 10 % Halbwaisenrente der zum Todeszeitpunkt bezogenen Rentenleistung oder der Anwartschaft auf Altersrente, soweit noch keine Rente bezogen wurde.

9.
Wie hoch ist der Versicherungsbeitrag?

Die Höhe des Beitrags kann die/der Versicherte selbst bestimmen. Je nach persönlicher Situation besteht auch jederzeit die Möglichkeit, die Beitragshöhe zu ändern oder den Vertrag beitragsfrei zu stellen. Auch einmalige zusätzliche Zahlungen in die ZusatzrentePlus sind möglich.

10.
Wie werden die Beiträge entrichtet?

Grundsätzlich behält der Arbeitgeber die Beiträge direkt vom Gehalt ein und überweist diese zum Fälligkeitszeitpunkt an die ZVK.

Wird während des Arbeitsverhältnisses kein Arbeitsentgelt bezogen, z. B. wegen Elternzeit, Krankheit, etc., können die Beiträge vorübergehend auch selbst von der/dem Versicherten an die ZVK geleistet werden.

Nach der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses hat die/der Versicherte 3 Monate Zeit, einen Antrag auf Fortführung der ZusatzrentePlus bei der ZVK zu stellen. Auch in diesem Fall muss die/der Versicherte die Beiträge selbst an die ZVK zahlen.

11.
Erfolgt eine Überschussbeteiligung?

Die Versicherten werden an den Überschüssen und Bewertungsreserven beteiligt. Über die Zuteilung entscheidet der Verwaltungsausschuss der ZVK auf Vorschlag des verantwortlichen Aktuars. Die Entscheidung wird im jährlichen Geschäftsbericht bekannt gegeben.

12.
Kann die ZusatzrentePlus nach Ende der Beschäftigung fortgeführt werden?

Ja, es besteht die Möglichkeit, innerhalb von 3 Monaten nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses einen Antrag auf Fortführung der ZusatzrentePlus zu stellen. Allerdings kann die ZusatzrentePlus nicht als Entgeltumwandlung fortgeführt werden. In diesem Fall kann für die Eigenbeiträge aber ggf. die staatliche Riester-Förderung genutzt werden.

13.
Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?

Bei einem Wechsel zu einem Arbeitgeber, der auch Mitglied der ZVK ist, kann über diesen ein erneuter Antrag auf ZusatzrentePlus gestellt werden. Die ZusatzrentePlus wird dann unter der gleichen Versicherungsnummer über den neuen Arbeitgeber fortgeführt.

Ist der neue Arbeitgeber kein Mitglied der ZVK, wird die ZusatzrentePlus zum Ende des Monats der letzten Beitragszahlung beitragsfrei gestellt, sofern der Vertrag nicht mit Eigenbeiträgen fortgeführt wird (siehe Frage 12).

14.
Kann die ZusatzrentePlus von/zu einer anderen Zusatzversorgungskasse übertragen werden?

Ja, wenn nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses wieder eine Beschäftigung im öffentlichen oder kirchlichen Dienst bei einem Arbeitgeber im Zuständigkeitsbereich einer anderen Zusatzversorgungseinrichtung aufgenommen wird, können die Anwartschaften übergeleitet werden.

Hierzu ist bei der neu zuständigen Zusatzversorgungseinrichtung die Überleitung des früheren Versicherungsverhältnisses zu beantragen.

15.
Kann der Vertrag beitragsfrei gestellt werden?

Ja, der Vertrag kann jederzeit beitragsfrei gestellt werden. Die Beitragsfreistellung muss vom Versicherungsnehmer schriftlich gegenüber der ZVK erklärt werden.

Die Beitragszahlung kann mit Zustimmung der ZVK jederzeit wieder aufgenommen werden.

16.
Ist eine Kapitalauszahlung möglich?

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, sich das angesparte Kapital bei Eintritt des Versicherungsfalls auszahlen zu lassen. Hierfür gibt es zwei Varianten:

  • Es können bis zu 30 % des Kapitals in einer Summe ausgezahlt werden, der Rest wird im Rahmen einer monatlichen Rente ausgezahlt. Dazu ist ein Antrag vor Rentenbeginn zu stellen.
  • Das Kapital kann auch vollständig ausgezahlt werden, eine monatliche Rente entfällt dann. Hierfür ist der Antrag frühestens ein Jahr, spätestens 6 Monate vor Beginn der Altersrente zu stellen. Bei riestergeförderten Verträgen empfehlen wir jedoch, nicht von der vollständigen Kapitalauszahlung Gebrauch zu machen, da in diesem Fall die staatliche Förderung zurück gezahlt werden muss.

Bei beiden Auszahlungsformen wird zur Sicherung des biometrischen Risikoausgleichs ein Abschlag von 10 % vorgenommen.

17.
Wie kann ein unverbindliches, individuelles Angebot erstellt werden?

Ein individuelles Angebot können Sie hier anfordern. Gern nehmen wir die Angaben auch über unser Servicetelefon 0351 4401-446 auf.

18.
Wann besteht Anspruch auf eine Rentenzahlung?

a) Anspruch auf Altersrente

Der Anspruch auf eine Leistung aus der ZusatzrentePlus besteht frühestens ab dem Zeitpunkt, zu dem eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung bezogen wird, jedoch nicht vor dem Ersten des Monats, der auf den Antragseingang bei unserer Kasse folgt. Eine spätere Inanspruchnahme ist ebenfalls möglich.

Wird die Altersrente nach dem 65. Lebensjahr in Anspruch genommen, erhöhen wir die Rente sogar für jeden Monat des späteren Rentenbeginns um 0,5 %. Für jeden vollen Monat der Inanspruchnahme vor dem 65. Lebensjahr wird die Leistung aus der ZusatzrentePlus um 0,5 % gekürzt.

Besteht keine Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung, beginnt die Rente an dem Tag, der bei unterstellter Versicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung als Rentenbeginn festzusetzen wäre.

b) Anspruch auf Hinterbliebenenrente für Ehe-/Lebenspartner, Lebensgefährten

Es wird eine Witwen-/Witwerrente bzw. Rente an die/den Lebenspartnerin/-partner, die/den Lebensgefährtin/-gefährten gezahlt, wenn der Hinterbliebene:

  • zum Zeitpunkt des Todes mit der/dem Versicherten verheiratet war oder
  • eine eingetragene Lebenspartnerschaft bestand oder
  • vor Eintritt des Todes eine gemeinsame Haushaltsführung bestand und die/der Lebensgefährtin/ -gefährte der ZVK vor Eintritt des Versicherungsfalls mit Name, Anschrift und Geburtsdatum gemeldet wurde.

Die Rente beginnt ab dem Ersten des Monats, der dem Todestag der versicherten Person folgt.

c) Anspruch auf Hinterbliebenenrente für Waisen

Die Hinterbliebenenrente für Waisen und Halbwaisen beginnt am Ersten des Monats, der dem Todestag der versicherten Person folgt und endet spätestens mit dem Wegfall der Voraussetzungen für das Kindergeld. Zu den Waisen zählen die leiblichen, die angenommenen sowie die Pflegekinder.

d) Anspruch auf Erwerbsminderungsrente

Es besteht ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente, wenn eine Erwerbsminderung im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegt und vom Wahlrecht für eine Erwerbsminderungsrente Gebrauch gemacht wird. Andernfalls verwenden wir das erworbene Kapital für die spätere Alters-/ Hinterbliebenenrente. Die Erwerbsminderung ist mit dem Bescheid der gesetzlichen Rentenversicherung bzw. bei nicht gesetzlich Rentenversicherten durch das Gutachten eines Facharztes nachzuweisen.

19.
Wie ist die Rente zu beantragen?

Die Rentenleistung aus der ZusatzrentePlus wird nur auf schriftlichen Antrag gewährt. Die erforderlichen Antragsunterlagen können über den Arbeitgeber angefordert, hier abgerufen oder telefonisch bei der ZVK unter 0351 4401-446 bestellt werden.

20.
Wie wird die Rente ermittelt?

Die Betriebsrente wegen Alters wird ermittelt, indem alle angesparten Versorgungspunkte mit einem festgelegten Messbetrag von 4 € multipliziert werden.

Beispiel:

Ein 65jähriger Arbeitnehmer hat durch Einzahlungen in die ZusatzrentePlus insgesamt 43,15 Versorgungspunkte als Anwartschaft erworben. Daraus ergibt sich eine monatliche Betriebrente  in Höhe von 172,60 €. Gegebenenfalls kann sich dieser Betrag noch durch Zuschläge für eine spätere Inanspruchnahme erhöhen bzw. durch Abschläge für eine vorzeitige Inanspruchnahme oder durch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung  verringern.

Bei einer Erwerbsminderung wird eine lebenslange Rente aus dem bis zum Eintritt der Erwerbsminderung gebildeten Kapital gezahlt.

Die Hinterbliebenenrente wird aus der Rente ermittelt, die an die versicherte Person zum Zeitpunkt des Todes gezahlt wurde bzw. aus der bestehenden Anwartschaft. Witwen/Witwer, Lebenspartner und Lebensgefährten erhalten eine Rente von 60 %, wenn kein Altersunterschied von mehr als 5 Jahren besteht.

Ist der Partner mehr als 5 Jahre jünger als die/der Versicherte, wird die Hinterbliebenenrente um 2,5 % für jedes weitere Lebensjahr bis maximal auf 20 %  vermindert.

Ist der Partner mehr als 5 Jahre älter als die/der Versicherte, wird die Hinterbliebenenrente um 2,5 % für jedes weitere Lebensjahr bis maximal 100 %  erhöht.

Waisen erhalten im Leistungsfall 20 % Vollwaisenrente oder 10 % Halbwaisenrente.

21.
Welche Rentenabschläge bzw. -zuschläge sind zu berücksichtigen?

Wird die Altersrente vor Vollendung des 65. Lebensjahres in Anspruch genommen, verringert sich die Rentenzahlung um jeden Monat der früheren Inanspruchnahme um 0,5 %.

Wird die Altersrente nach Vollendung des 65. Lebensjahres in Anspruch genommen, erhöht sich die Rentenzahlung um jeden Monat der späteren Inanspruchnahme um 0,5 %.

Bei Erwerbsminderungsrenten sind keine Ab-/oder Zuschläge zu berücksichtigen.

Bei der Hinterbliebenenrente kommen Ab-/oder Zuschläge aufgrund eines hohen Altersunterschiedes in Betracht.

22.
Welche Sachverhalte können die Höhe der Betriebsrente noch beeinflussen?

Wird bei Eintritt des Rentenfalls auf die Absicherung der Hinterbliebenen verzichtet, erhöht sich die Alters- bzw. Erwerbsminderungsrente.

Eine dauerhafte Verminderung des Anspruchs auf Betriebsrente kann eintreten, wenn im Rahmen einer Ehescheidung ein Versorgungsausgleich zu Lasten der Anwartschaft stattgefunden hat.

23.
Wie wird die Rente angepasst?

Die Betriebsrente wird von der ZVK automatisch jährlich zum 01.07. um 1 % erhöht. Die Rentenanpassung erfolgt unabhängig von der gesetzlichen Rente.

24.
Besteht eine Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- bzw. Pflegeversicherung?

Die ZVK muss aufgrund gesetzlicher Bestimmungen von der Betriebsrente grundsätzlich Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung einbehalten und abführen. Davon ausgenommen sind Betriebsrentenanteile, für die die staatliche Riester-Förderung genutzt wurde.

Der Beitrag zur Krankenversicherung bemisst sich nach dem vollen allgemeinen Beitragssatz der Krankenkasse (inklusive kassenindividuellem Zusatzbeitrag). Ab 01.01.2020 gilt ein monatlicher Freibetrag von 159,25 €. Für Betriebsrentenanteile, die über diesem Freibetrag liegen, werden Beiträge zur Krankenversicherung abgeführt.

Für den Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung gilt ein einheitlicher Beitragssatz von 3,05 %. Kinderlose Rentner zahlen einen erhöhten Beitragssatz von 3,30 %. Für die Pflegeversicherung existiert jedoch kein Freibetrag. Liegt die beitragspflichtige Rente unter dem Grenzbetrag von 159,25 € im Jahr 2020, werden grundsätzlich keine Beiträge zur Pflegeversicherung abgeführt.

Wird die Rente wegen Geringfügigkeit einmalig abgefunden, meldet die ZVK lediglich die Höhe der Abfindung an die Krankenkasse. In diesem Fall gilt 1/120 der Leistung als monatlicher Zahlbetrag für längstens 120 Monate. Die Krankenkasse setzt sich wegen der Zahlung der Beiträge mit dem Rentner in Verbindung.

25.
Wie wird die Rente steuerlich behandelt?

a) bei einer ZusatzrentePlus mit Riester-Förderung

Die eingezahlten Beiträge im Rahmen der ZusatzrentePlus mit Riester-Förderung werden durch die staatliche Förderung in Form von Zulagen und Sonderausgabenabzug steuerfrei gestellt. Im Rentenfall sind die Leistungen aus diesen Beiträgen voll zu versteuern.

Werden Beiträge über den förderfähigen Höchstbetrag von 2.100 € (inkl. Zulagen) hinaus eingezahlt, unterliegen diese der individuellen Besteuerung. Die Leistungen daraus sind im Rentenfall nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig.

b) bei einer ZusatzrentePlus als Entgeltumwandlung

Grundsätzlich sind die Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Höchstgrenzen für die Entgeltumwandlung steuerfrei. Im Rentenfall sind die Leistungen aus diesen Beiträgen voll zu versteuern.

Wird darüber hinaus Entgelt umgewandelt, unterliegen die Beiträge der individuellen Besteuerung. Die Leistungen daraus sind im Rentenfall nur mit dem Ertragsanteil steuerpflichtig.

Hinweis:
Da im Alter in der Regel das Einkommen geringer ist als während des Erwerbslebens, sind damit auch der Steuersatz und die Steuerlast geringer. Eine ZusatzrentePlus mit Riester-Förderung oder als Entgeltumwandlung lohnt sich daher in jedem Fall!

26.
Welche Pflichten ergeben sich für Rentner gegenüber der ZVK?

Von Rentnern müssen der ZVK folgende Änderungen schriftlich mitgeteilt werden:

  • jede Verlegung des Wohnsitzes oder dauernden Aufenthalts und
  • jede Änderung von Verhältnissen, die den Rentenanspruch dem Grunde oder der Höhe nach berührt.

Bei Waisenrenten ist zudem mitzuteilen, wenn

  • in der gesetzlichen Rentenversicherung eine Halb- in eine Vollwaisenrente umgewandelt wird
  • ein freiwilliger Wehrdienst beginnt oder endet
  • das 18. Lebensjahr vollendet ist, die Schul- oder Berufsausbildung, ein Feiwilliges soziales Jahr oder ein Bundesfreiwilligendienst endet oder die Unterhaltsbedürftigkeit wegfällt

Wer der Mitteilungs-, Auskunfts- oder Nachweispflichten nicht nachkommt, muss damit rechnen, dass die ZVK die Rentenzahlung einstellt.

27.
Kann zur Rente hinzuverdient werden?

Bei einer Rente aus der ZusatzrentePlus hat ein Hinzuverdienst keine Auswirkungen.

28.
Wird die Rente der ZVK auf die Rente der gesetzlichen Rentenversicherung angerechnet?

Nein, eine Leistung aus der ZusatzrentePlus der ZVK dient zur Aufstockung der gesetzlichen Rente und wird daher nicht angerechnet.

29.
Kann die Rente abgetreten oder verpfändet werden?

Betriebsrentenansprüche können grundsätzlich nicht abgetreten, verpfändet oder beliehen werden.

30.
Wann erlischt die Rente?

Eine Leistung aus der ZusatzrentePlus wird grundsätzlich lebenslang gezahlt und erlischt nur, wenn der Rentenberechtigte stirbt bzw. wenn bei Waisen die Altersgrenze für die Gewährung von Kindergeld erreicht wird.

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